Termine

So 23.Juni 11:00-00:00
Frühstück der Ruderer
Fr 5.Juli 00:00
Werder

Nachdem trotz aller Bemühungen von Tobias H. um ein Kirchboot „nur“ das Kapellenboot KADIMA mit 8 Ruderplätzen heraussprang ging es am 08.09. gegen Mittag mit 3 Privat-PKW in Fahrgemeinschaften los. Ingrid mit Mann war bereits vor Ort und Janina mit Edelgard fuhren außerhalb der Konkurrenz vor. Denn es gab natürlich einen unbewussten internen Wettbewerb wer mit seiner Route schneller ist.
Also das als letztes gestartete Auto (ca. 1 ½ h) war 5 min. eher da. War aber Absicht, da Vorstandsmitglied Holger und Veranstalter Tobias drin waren. Konnten Sie sich schon um alle Formalitäten (Schlüssel, Parkschein, Ein- und Ausfahrberechtigung) kümmern! Oha- Schlafen in Fässern; das hatte noch keiner von uns – aber um es vorneweg zu sagen: SUPER. Klasse Idee!!

Imperia Konstanz
Imperia Konstanz

Vorher bekam noch das weibliche Vorauskommando den Auftrag für „Klein“einkäufe wie Eier, Müsli,Wasser etc. Eines fanden dann beide überbewertet – kein Bier, angeblich „vergessen“.
Herbert und Ingrid halfen aus und schleppten eine Tasche gekühltes Helles an (Hirsch, oder war es Rothaus?). Und dann gab es ja noch die Zeltplatzgastro malerisch am Bodenseestrand – nur mit etwas höheren Preisen! Für einen Abend geht’s schon – dachten wir.
Samstag dann 09:30: Nach ausgiebigem gemeinsamen Frühstück ging es vom Zeltplatz Markelfingen nach Radolfzell/Seemalrhein wo Bootsvermieterin Ilse schon wartete. Kurze Einweisung und Ermahnung: Schwimmwesten an Bord sind Pflicht, da die WaPo bei über 300m Abstand vom Ufer kontrolliert und auch schon mal kostenpflichtig verwarnt (und zufällig hatte Ilse auch genug Schwimmwesten zum Verleih parat).
Und dann ging es endlich los! Nach anfänglichen Koordinationsschwierigkeiten lief das Boot wie geschmiert, sprich so gut das laut unbestätigten Gerüchten der Bugausguck auch hätte schlafen können. So wurde halt alle paar Stunden im Bug mit dem „Kielschwein“ und im Heck mit dem Steuerplatz gewechselt. War bei der Hitze (bis 34°) auch besser.

Untersee Richtung Reichenau
Untersee Richtung Reichenau

Nach Passieren von der Reichenau wurde die erste Landrast – auf Schweizer Seite – an der Badestelle „KUHHORN“ angesteuert. Nach Hebung des Hopfenspiegels und Beseitigung des Isotonmangels ging es dann auf die letzten km vorbei an Rhein-km 0 Richtung Hafen Konstanz. Alle wollten Tante „Imperia“ sehen!

Rheinkilometer 0
Rheinkilometer 0

Das aber am selben Tag in Konschdanz (bad. Sprechweise) ein Sportevent mit Hafenfest war konnten wir nicht ahnen. So kamen wir laut Aussage der Vermieterin:“....Ilse, Dein Boot ist im Fernsehen...“ zu landesweiter Bekanntheit. Und wennschon, dennschon: auch eine Wasserski-Pyramide kreuzte 2x unseren Weg (mit dazugehöriger Schwapp-Dusche in unser Boot!). Und wir dachten schon, der Beifall der vielen Promenaden-Zuschauer war für uns – Schade! Aber wir müssen noch eh´an unserem Ruderstil arbeiten!

Wasserski in Konstanz
Wasserski in Konstanz (Promenadensicht)
Wasserski in Konstanz (Boots- und Promenadensicht)

So trollten wir uns zurück am Km 0 vorbei in Richtung Reichenau; dort sollte es ein kleines, gutes, gemütliches Fischrestaurant geben. Nach einem gaaaaanz komplizierten Manöver durch eine gaanz enge kleine Brücke mit Gegenverkehr (souverän gemeistert vom Stm Holger – Applaus, Applaus!) waren wir auch schon dort. Klein stimmt, gut stimmt, aber gemütlich? Das sahen auch andere Gäste der Reichenau so und so gab es halt wieder eine Warteschlange – aber wir waren ja Backfischfest-gestählt. Der frische Fisch in zig-Variationen + Getränk (nur 0.33, dann gleich zwei) war sehr lecker und es ging auch etwas schneller als beim Backfischfest.
Da aber Pausen Gift sind ging es bald weiter. Weiterfahrt heim – 1 Boot, 20 Meinungen: hierhin;hier; nein dort;quatsch dort! Zum Schluss wurde das Riesending per Hand durch den Badebereich vom Zeltplatz Markelfing gezogen und nach kurzer lebhafter Diskussion mit dem Bademeister am Schilfrand auf Land gezogen. Da jeder einfach (im guten Willen zu helfen) einfach so zugriff achtete auch niemand aufs Steuer: jetzt ist ein ca. 5 cm² großesr Holzschaden am Boot. Nur wer nichts macht keine Fehler. Abends strichen wir die Sightseeing-Tour mit dem Seehasen nach Konstanz und hüpften lieber in den See oder gaben uns kühlen Getränken hin (Dank an Annes Tim für eisgekühltes Bier). Und wie am Vorabend Campingplatz-Gastro. Wieder bis Dunkelwerden – es blieb ja auch die ganzen Nächte schön warm!
Der nächste und damit letzte Morgen begann doch ziemlich kompliziert: Nach Checken des Kühlschrankinhalts verwarfen wir den Gedanken vom Zeltplatzbüffet (ca. 15 Euro) und versuchten in gemütlicher Runde vor unseren Fässern die „Reste“ zu vernichten. Was natürlich unmöglich war! Kurz gesagt: das restliche Bier bekam der TÜV-Champion Hagen mit, Obst jeder und die Wurst – und sonstigen Reste vom Frühstück überredeten wir Edelgard. Besten Dank für ihr Entgegenkommen. Sie war schließlich am Vortag ohne uns die Luft geflogen (pardon -gefahren) mit´m Zeppelin. Sie war auch stolz wie Bolle!


Frühstück vor den Fässla

So kam es dann auch zu einem verkürzten Trip, da wir auch noch das Boot zurückgeben mussten. Also ging es „nur“ quer über den See Richtung Stein am Rhein. Rund um „Kap Horn“ und dann noch ein paar km bis Cafe „HEIMATHAFEN“ in Gaienhofen. Leider hatte die Küche noch geschlossen, - aber die wackeren Mädels bedienten sich halt am Kuchenbüffet. Die Männer waren gesundheitsbewusster und begnügten sich mit einem Hopfensmoothie und Zwiebelkuchen.
Die Zeit drängte und so mussten wir dann doch schon umkehren. Um abzukürzen nahm die Steuerfrau einen direkten Kurs, kam aber dadurch in den abgesperrten Uferbereich (Naturschutzgebiet!). Die allgegenwärtige WaPo beließ es aber bei einer „strengen“ Ermahnung da wir bereits vorher den Fehler bemerkt hatten und bereit beim Korrektur-Wenden waren. Musste wahrscheinlich an dem Super-Bombenwetter und der guten Stimmung im Boot liegen.
Nach Reinigung, Abnahme und Verladung des Kapellenbootes (Wobei wir vom Wasser her am Heck von einer Bodenseenixe unterstützt wurden!) mussten wir dann doch die Reise nach Worms antreten, wo wir ohne Stau und sonstige Zwischenfälle abends ankamen.
Fazit: war ein Super Wochenende, wo letztens alles passte, vom Wetter, der Unterkunft und dem Kollektiv! Nochmals besten Dank an die Ilse vom „Bootsverleih“ und Tobias für diese Idee und Organisation!
Bis bald!

KADIMA mit der stolzen Mannschaft
KADIMA mit der stolzen Mannschaft
Fotos von Tobias Huwe, Ingrid Kramer-Schneider und Janina Sieger