Am Wochenende lud der Ruderclub seine Mitglieder zum traditionellen „Frühstück der Ruderer“ ein. Der Einladung folgten viele Mitglieder, sodass die Terrasse des Al Fiume komplett durch den Ruderclub besetzt war. Doch bevor es auf die Terrasse ging, stand noch die Bootstaufe und eine Ehrung auf dem Programm. Im Hof des Ruderclubs waren der neue (gebrauchte) Bus, der neue Katamaran, der neue Hänger und auch der neue (gebrauchte) Achter, in dem auch schon die deutsche Nationalmannschaft saß, aufgestellt. Eigentlich hätte auch noch ein Gig-Doppelvierer mit Steuermann dort stehen sollen, aber dieser konnte leider nicht rechtzeitig durch die Bootswerft fertiggestellt werden.
Nach der Begrüßung der Mitglieder sowie des Beigeordneten der Stadt Worms Hans-Joachim Kosubek, dem Sportkreisvorsitzenden Günter Schnee und dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Joachim Decker durch die WRC Vorsitzende Sabine Teigland, ging es dann zur eigentlichen Taufe.
Schinderhannes (gelebt Ende des 18. Jhds) ist der einzige rheinische Räuber, von dem man merkwürdigerweise heute noch an vielen Orten mit Begeisterung spricht.
Begeisterung:
– Einerseits für einen wahren „Schinderer“
– Andererseits für einen, der von Romanschreibern und der Presse erhoben wurde zum Mythos „Robin Hood der Deutschen“.
Und auch Trainerin Sabine Teigland ist begeistert vom Wormser Schinderhannes, denn so heißt der neue Katamaran, der das alte, in die Jahre gekommene Motorboot ersetzt. Ausgestattet ist er mit Elektrostarter und 20 PS Motor mit dem man, so Sabine Teigland, „den Ruderern richtig Dampf machen kann“. Dieser Dampf zeigt auch schon erste Auswirkungen, so dass die Sieger des Landesentscheids im 4x+ (Jonas Burkhardt, Daniel Jung, Markus Feils, Jakob Heeß und Stm. David Brandt) und der Vize (Lars Vogel) im 1x am Bundeswettbewerb in Hamburg teilnehmen dürfen. Die Jungs durften daher die Taufe des Schinderhannes vornehmen. Herzlichen Dank geht an die Sparkasse Worms und die Südzucker AG, die sich mit einer Spende an den Anschaffungskosten beteiligt haben.
Der Achter, das eigentliche Paradeboot eines jeden Rudervereins und spätestens seit dem Gewinn der Goldmedaille durch den Deutschlandachter in London in aller Munde. Allerdings ist ein Achter auch das am schwersten zu besetzende Boot, denn eigentlich sollte die Mannschaft aus acht mehr oder weniger gleichstarker Athleten bestehen, die dazu noch alle entweder zügig oder gemütlich rudern wollen.
Seit mehreren Jahren nimmt der WRC an der Vogalonga teil. Dies ist eine Fahrt von ca. 30 km in und um Venedig mit mehr als 5000 Teilnehmern in mehr als 1500 Booten. Teilnehmen dürfen von Muskelkraft betriebene Boote, sprich Ruderboote, Kanus, Gondeln usw. 2012 formierte sich ein Achter des WRC zur Teilnahme, was eine logistische Herausforderung darstellte, denn der „alte “ Holz-Gig-Achter musste erst einmal nach Venedig transportiert werden. Als der Ruderclub die Option bekam, einen Rennachter in sehr gutem Zustand gebraucht zu erwerben zögerte man nicht lange, diesen zu erwerben. Die Mannschaft der Vogalonga von 2012 (Stefan Peters, Susanne und Michael Schambach, Katharina Jung, Klaus Selzer, Peter Reiß, Uwe Thudium, Nicola Matajek und Ulrike Spangler) spendete zudem ¼ der Anschaffungskosten, so dass ihr auch die Ehre gebührte den Achter auf den Namen Vogalonga zu taufen.
Nachdem den Jugendlichen das Fahrtenabzeichen vom Deutschen Ruderverband für ihre erzielten Jahresruderkilometer und Wanderfahrtkilometer beim Maipicknick überreicht wurde, erfolgte zu diesem Anlass die Verleihung der Fahrtenabzeichen der Erwachsenen. Sein erstes Abzeichen erruderte sich 2012 Joachim Wolff. Goldene Abzeichen gab es für Rainer Ambros, Doris und Michael Thier.. Bemerkenswert dabei, dass es für Rainer Ambros schon das dritte goldene Abzeichen ist.
Für die Musikalische Unterhaltung sowohl bei der Taufe als auch beim Frühstück sorgte die „Kleine Combo“ mit Tim am Saxophon und unserem Mitglied und ehemaligem FSJler Oskar Schütt am Kontrabass.
