Zur Traversée de Paris machten sich Anfang Oktober drei Boots-Mannschaften mit zwei Darmstädtern und Anhang auf den Weg nach Paris. Ein Boot hatten wir vom Pariser Ruderclub angemietet, um an der Fahrt auf der Seine teilzunehmen. Zwei andere Boote transportierten wir mit dem Hänger vom Weisenauer Ruderclub zur Seine. Die Fahrt dauerte einige Stunden mit 80-90 km/h, doch Paris ist ein Erlebnis!
Natürlich genossen wir die Stadt mit ihrem Feeling, ihren Plätzen und Bauten und ihrer besonderen Art zu Leben und Genießen.
Am Samstag riggerten wir unsere Boote auf und machten alles startklar für den nächsten Tag. Dabei staunten wir über das großzügige Gelände und die Ausstattung der ‚Base Nautique‘, die sich mehrere Wassersport-Vereine teilen – ein Zukunfts-Modell.
Am Sonntagmorgen dann ging’s sehr früh für alle los, denn ab 5 Uhr früh machten sich 250 Boote fertig zum Ablegen. Die Organisation, die wir vor Ort erlebten, war bemerkenswert.
Die ‚Roten‘ halfen und packten überall mit an, um den Ablauf möglichst zügig zu gestalten.
Wer die ‚Roten‘ waren? Das waren die vielen Mitglieder des dortigen Ruder-Vereins, die in roten Jacken und hochmotiviert an allen Ecken und Booten Hand anlegten – merci beaucoup nochmal an unsere Pariser Freunde!
Noch im Dunkeln setzten wir unsere Booten aufs Wasser und stiegen ein. Viele Boote umgaben uns und ebenso ein kalter Morgenwind. Schließlich wurde es hell und wir suchten den Startpunkt. Doch den gab es nicht. So begann die Traversée ohne.

Es war sehr eindrucksvoll für mich, durch das Herz von Paris zu rudern, an den vielen schönen Bauwerken vorbei – an Notre Dame, der kleinen Freiheits-Statue, dem Eifelturm… Vor lauter Schauen und Staunen merkte ich die vielen Kilometer fast nicht, die wir durch unzählige Brücken zurücklegten.
Alle Boote landeten bis 11 Uhr in der Base, denn bis dahin war die Seine für Motorschiffe gesperrt. Natürlich müssten nun alle Boote abgeriggert, alle Skulls sortiert und alles miteinander wieder an Ort und Stelle gebracht werden. Wir beluden den Weisenauer Hänger – herzlichen Dank auch an diese Freunde – und dann stellten wir uns in die lange Schlage, die fast bis an die Seine reichte. Oben, am Beginn der Schlange, warteten 20 große Pfannen mit bester Paella, Bananen, Brot und Wein auf die 1000 hungrigen Ruderer. So kamen wir wieder zu Kräften.
Und dann machten sich (fast) alle Wormser ; ) wieder auf die Rückfahrt – im Konvoi mit dem Hänger Richtung Allemagne…
Danke an Alle für dieses schöne Erlebnis!!!
