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Schon letztes Jahr unser Saisonabschluss: die Regatta des Waginger Rudervereins. 18 km sind zu rudern, mit jeweils einer Schleife im Waginger und im Tachinger See. Die Anfahrt ist nicht ganz ohne, Waging liegt in der Nähe des Chiemsees kurz vor der österreichischen Grenze, aber immerhin waren wir ja Titelverteidiger von letztem Jahr. Anfahrt also am Freitagnachmittag, gelingt trotz dem nahenden langen Wochenende erstaunlich gut und gegen 18 h sind wir in Bergen, wo wir das schon von letztem Jahr bekannte Hotel beziehen. Auch in der gastronomischen Szene kennen wir uns inzwischen aus, ein Tisch für 11 Personen beim "Chiemseefischer" ist für uns reserviert. Die Renntaktik (im wesentlichen "immer 10 Dicke mehr als die Gegner") wird besprochen, schöne Lokalität.

Fotos: Jürgen Stephan

Start in Waging ist angenehmerweise erst um 11 Uhr, sehr stressfrei, so ein Doppelachter hat recht viele Ausleger, aber wenn alle mithelfen, geht es auch flott. Das offene Achterrennen mit leider nur vier Booten läuft mit einem Bonussystem - man erhält man für jeden Ruderer jeweils eine Zeitgutschrift von 0,035 % pro Lebensjahr, für jede mitrudernde Frau nochmal 1,5 %. Dieses Jahr sind wir in einer Renngemeinschaft aus Mannheim und Worms "leider" ein reiner Männerachter mit Steuerfrau, heißt alt - aber nicht besonders weiblich. Da die konkurrierenden Achter alle gemischt sind, spuckt das Excelsheet aus, dass die Gegner Zeitgutschriften gegenüber uns zwischen 3:17 min und 5:45 min erhalten. Das ganze erfolgt im Massenstart (alle rudern gleichzeitig los) und wir müssen also mindestens mit diesen Zeitabständen vorne liegen.

Pünktlich um 11 Uhr geht es im Ampelstart los und "in allen Booten wird heftig gerudert". Insbesondere der Achter aus Würzburg legt ganz schön los, aber wir lassen uns nicht beirren und können uns mit einen ruhigen, aber kraftvollen Schlag und einer Frequenz von 24 zumindest schon mal an die Spitze des Feldes setzen. Bis zur ersten Wende nach 4 km liegt schon Wasser dazwischen und unsere Steuerfrau Mareike legt eine super Wende hin. An der Wende kann man den Vorsprung ungefähr abschätzen - circa eine Minute haben wir herausgerudert. Der Druck bleibt also, das reicht noch nicht. Nun geht es zurück an den Regattastart, durch eine Brücke in den Tachinger See, wo es wieder circa 5 km bis zur Wende zu rudern gilt. Die zweite Wende gelingt uns nicht ganz optimal, aber zumindest kann man an der Wende wieder ungefähr den Vorsprung abschätzen: es sind etwa 3:45 (zur Motivation der Mannschaft runde ich großzügig auf 4 Minuten auf) und Mareike gibt dies an die Mannschaft weiter. Eine Minute brauchen wir noch, also wird weiter Gas gegeben. Nach der Brücke sind es noch etwa 1000 m und die Mannschaft ist froh, nach 1 h 10 min den Zielgong zu hören. Aber wird es reichen? Eine Stoppuhr läuft mit, wie lange wird es dauern, bis die anderen Achter ins Ziel kommen. Sehen kann man sie recht schnell, aber abschätzen ist echt schwierig. Nach etwa 5:45 min kommt der Münchner Achter ins Ziel, wenn wir uns nicht verrechnet haben, sollte das reichen. Das bestätigt die Ergebnisliste später, die Titelverteidigung gelingt! Gemütlicher Teil und Siegerehrung am Nachmittag bei bestem Wetter, Heimfahrt ebenso problemlos. Fazit: schon ein gewisser Aufwand, aber er lohnt sich definitiv für einen erfolgreichen Ruderausflug. Nächstes Jahr wollen wir uns den Vereinspokal vornehmen, aber da brauchen wir mindestens noch zwei weitere teilnehmende Vierer!