Termine

Do 2.November 15:00-18:00
Kaffeekränzchen der WRC-Damen
So 5.November 09:30-
Saisonabschlussfahrt
Sa 18.November 18:00-22:00
Siger- und Jubilarenehrung mit Feuerzangenbowle

Vereinskleidung

Partnervereine

Zum dritten Mal waren in diesem Jahr Wormser Ruderer bei der Fahrt um die Strohauser Plate dabei. Die Zahl Drei mauserte sich ein wenig zum Motto dieser Fahrt. Gegenüber den Teilnehmern des Vorjahres waren wir drei Leute mehr. Damit konnten wir Teilnehmer von drei Vereinen aus drei Bundesländern anmelden: neben den vier Wormser Teilnehmern – Doris und Michael Thier, Rainer Ambros und Christian Schmidt – waren auch die die RG Heidelberg mit Michael Herbring und Bernd Nollert sowie die Bamberger RG mit Ellen Brandenburger vertreten.

Die beiden Renngemeinschaften bei der Siegerehrung.
Die beiden Renngemeinschaften bei der Siegerehrung. (Foto: Bernd Nollert, RGH)

Am Freitag, den 11.09., reisten wir mit zwei PKW nach Nordwestdeutschland an. Am Sonnabendvormittag trafen wir am Bootshaus des Nordenhamer RC ein, um zur ersten von drei geplanten Ausfahrten aufzubrechen. Dieser Tag stand im Zeichen der Fahrt um die Strohauser Plate, der Nordenhamer Traditionsveranstaltung, die auf 27 Kilometern um eine langgezogene Weserinsel führt. Die Renngemeinschaft Worms / Heidelberg erreichte in ihrer Wertungsklasse einen zweiten Platz, während die Renngemeinschaft Worms / Bamberg / Nordenham in der Wertungsklasse „Gemischter Zweier“ einen Pokal für den ersten Platz dieser Wertungsklasse mitnehmen durfte.

Anders als in den Vorjahren erlebten wir dieses Mal eine unruhige Weser. Gerudert wird ausschließlich am westlichen Ufer außerhalb des Fahrwassers. Der Ostwind hatte also die Möglichkeit, auf dem etwa 700 Meter breiten Strom ordentliche Wellen aufzubauen. Nur auf der Schweiburg – so heißt der durch die Strohauser Plate geschützte Nebenarm der Weser – hatten wir glattes Wasser. Etwa drei Viertel der Tagesstrecke kämpften wir uns durch die Wellen. Mit den vom Nordenhamer RC gestellten Booten – einem D-Gig-Vierer und einem E-Gig-Zweier – blieben wir aber trotzdem fast trocken.

Die Steganlage des Nordenhamer RC. Im Hintergrund passiert gerade eine Hansekogge den Steg;Foto: Bernd Nollert (RGH)

Die Steganlage des Nordenhamer RC. Im Hintergrund passiert gerade eine Hansekogge den Steg; Foto: Bernd Nollert (RGH)

Im Anschluss an Rudertour, Stärkung am Grill und/oder Kuchenbuffet, Auftritt des vereinseigenen Shantychores, Siegerehrung und vielen interessanten Gesprächen ging es für unsere Reisegruppe nach Bremerhaven. Im Fischereihafen fanden wir ein nettes Fischrestaurant. Anschließend fuhren wir durch die Bremerhavener Hafenanlagen und bestaunten von einem Container-Aussichtsturm die Einrichtungen für Container- und Auto-Umschlag sowie die Bauteile der Offshore-Windanlagen.

Eindrucksvoll und ereignisreich war auch der Sonntag. Der Nordenhamer RC hatte uns eine weitere Ausfahrt auf der Weser ermöglicht. Für die tolle Organisation und Betreuung sagen wir auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank. Mit zwei Booten mit jeweils einem reviererfahrenen Nordenhamer Steuermann ging es zunächst weserabwärts, um den Bremerhavener Hafen von der Wasserseite aus kennenzulernen. Angesichts der über 300 Meter langen Containerschiffe auf der anderen Flussseite waren die Seeschiffe des Vortags – und erst recht die uns vertrauten Binnenschiffe – recht klein. Die Weser ist an dieser Stelle bereits über zwei Kilometer breit und bildet einen Mündungstrichter in die Nordsee. Wir konnten also ausreichenden Abstand halten.

Nun ging es weiter in Richtung Fischereihafen. Auf die Schleusung wartend (die Fischereihafen-Schleuse hat feste Schleusungszeiten), fuhren wir noch ein Stück die Geeste hinauf und befanden uns nun im Rücken der Innenstadt. Im Fischereihafen konnten wir gut anlegen und hatten die Möglichkeit, uns mit Fischbrötchen und Bier zu stärken. Einige Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, frischen Matjes für die Rückfahrt zu bunkern. Wie lange die Portionen gehalten haben, ist nicht überliefert.

Um rechtzeitig die nächste Schleusung zu erreichen, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Dass die Schleuse etwa 45 Minuten später schleuste als laut Plan, sollte uns gleich doppelt Zeit kosten. So kamen wir aber auch in die Gelegenheit, das außergewöhnliche Ruderrevier an Unter- und Außenweser genauer kennenzulernen. Die Weser steht bis hinauf nach Bremen unter dem Einfluss von Ebbe und Flut. Durch die verspätete Schleusung trafen wir etwa eine Stunde vor Niedrigwasser am Nordenhamer RC ein. Zu diesem Zeitpunkt lag der Wasserspiegel um knapp vier Meter niedriger als bei unserer Abfahrt. Keine zehn Meter vom trocken liegenden Steg blieben wir im Schlick stecken. Die erste Mannschaft, die noch etwas näher an den Steg herangekommen war und das deutlich leichtere Boot hatte (den gesteuerten Baumgarten-E-Dreier „Wesermarsch“), begab sich auf den mühsamen Weg zum Steg („Fangopackung“). Bis zur Hüfte steckten die Ruderkameraden fest.

Die Mannschaft des 200 kg schweren D-Gig-Holzvierers „Wilhelm Bette“ blieb im Boot und wartete auf das auflaufende Wasser. Mit Unterhaltungen, Diashow und Vernichtung des restlichen Proviants verging auch diese Zeit recht schnell. Auch das gehört zum Rudern in einem tidenabhängigen Ruderrevier.

Am Montag stand die dritte Tour auf dem Programm. Nach zwei Tagen auf Unter- und Außenweser wollten wir in einem gegensätzlichen Revier unterwegs sein, nämlich der Hamme bei Osterholz-Scharmbeck, einem kleinen gestauten Moorfluss. Wetterbedingt mussten wir auf diese Ausfahrt allerdings verzichten. Stattdessen besuchten wir das nahe gelegene Künstlerdorf Worpswede, bevor es wieder zurück nach Worms, Heidelberg und Bamberg ging.

Die Einladung, auch 2016 nach Nordenham zu kommen, haben wir bereits mitgebracht. Wer Interesse hat, sollte sich den 18.06.2016 bereits als Termin vormerken. Anmeldeschluss wird der 30.04.2016 sein. Ansprechpartner ist wie bisher Christian Schmidt.